Ethik im Dialog
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- Jochen
- Vorbeigedacht!
Einleitung
Ausgehend vom Wort Jesu versuche ich, klassische und moderne Ethiken auszuloten, um eine Haltung zu skizzieren, die verbindlich bleibt und doch der Wirklichkeit standhält. Im Zentrum steht der Zwiespalt: Wie können ethische Prinzipien in einer komplexen Welt Orientierung geben, ohne selbst zu starr, zu abstrakt oder lebensfern zu sein?
1. Jesu Satz als Ursprung ethischen Denkens
Der Ausgangspunkt des Dialogs ist das Wort Jesu: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ (Mt 22,39). Es wird als grundlegendes ethisches Prinzip verstanden, das viele spätere Theorien nur in neuer Sprache wiederholen – sei es Kant, Utilitarismus oder andere. Das Besondere an diesem Satz ist seine Einfachheit und Tiefe: Er verbindet ethische Forderung mit empathischer Haltung, und er richtet sich nicht an Eliten, sondern an alle.
Wenn Journalisten Buchstaben canceln
Neulich im Radio:
Ein BR2-Korrespondent verspricht sich bei einem ausländisch klingenden Namen. Passiert. Aber statt einfach „Entschuldigung, mein Fehler“ zu sagen, wird ein anderer beschuldigt: der Name selbst.
Vielleicht sollte der Journalist künftig nur noch über Leute berichten, die Müller, Meier oder Schmidt heißen – oder Hans. Da kann er nichts falsch machen. Sein neuer Slogan: „Ich berichte nur, wenn ich’s aussprechen kann.“
Mehr Pfand fürs Volk
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- Jochen
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Bierhändler als Väter des Wohlfahrtsstaats
Als die Frankfurter Bierhändler im Jahr 1903 das Konzept des Flaschenpfands einführten, wollten sie vermutlich nur verhindern, dass ihre Flaschen im Straßengraben landeten. Sie konnten wohl kaum ahnen, dass sie damit ein Jahrhundert später zur Bekämpfung der Altersarmut beitragen würden.
Ich liege, also bin ich!
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- Jochen
- Jochens Notizblock
Offenbar war ich im vorherigen Leben kein kompletter Totalausfall. Als ich nach meinem Tod vor dem großen Schreibtisch des Jenseits stand, war mir sofort klar: Ganz mies gelaufen war es nicht. Sonst hätte mich irgendeine Buchhalter-Entität mit krankhaftem Hang zur Excel-Ästhetik wohl direkt in die Hölle verfrachtet – als unbezahlter Praktikant unter der gnadenlosen Aufsicht von Dämonen in Business-Casual. Ein finsterer Abgrund, in dem der Teufel täglich endlose PowerPoint-Präsentationen über effizienteres Arbeiten und geheucheltes Teamverständnis abhält.
Bestandsaufnahme einer Demokratie
Willkommen in der Republik der wahren wehrhaften Demokraten - einem Land, in dem Meinungsfreiheit so heilig scheint, dass man sie am besten in ein katholisches Museum sperrt. Anfassen verboten. Denn wer außerhalb des genehmigten Meinungskorridors denkt, mit dem wird nicht diskutiert, sondern etikettiert: „Rechtsradikal! Demokratiefeind! Putin-Versteher! Schwachkopf!“ – Letzteres besser nicht zu laut schreiben, sonst steht die Staatsanwaltschaft schneller vor der Tür als der Paketbote mit dem neuen Bademantel.
Endlich erlöst?
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- Jochen
- Vorbeigedacht!
Wer glaubt denn eigentlich wirklich noch, dass Jesus uns retten wird? Dafür gibt es zertifizierte Rettungsdienste! Und mal ehrlich: Sein erster Versuch ging ja schon voll in die Hose.
Okay, er ist übers Wasser gelaufen (sehr cool), hat Feigenbäume verflucht (seltsames Feature), und Blinde mit Spucke geheilt. Aus heutiger Hygiene-Sicht eher Teufelswerk. Die Nummer Wasser zu Wein war allerdings ziemlich abgefahren, aber dann? Brot kann ich selber teilen!
Gesprächsbereit
Wir reden kaum noch miteinander –
wir tauschen Content
statt eigene Gedanken.
Mit der Zeit macht uns das stumpf.
Demokratie erVolkreich?
Demokratie – jetzt auch als Abo-Modell!
Willkommen in der Mitmach-Illusion 2025. Demokratie funktioniert heute wie ein Streamingdienst: Du bekommst ein paar Wahlversprechen, klickst auf „Abonnieren“ und das Programm läuft weiter - ohne dich. Mindestvertragslaufzeit? Vier Jahre. Kündigung? Eigentlich nicht vorgesehen.
Voll gegrillt
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- Jochen
- Voll gedacht!
Vor 45 Jahren zitterte die Menschheit vor einer angeblich drohenden Eiszeit. Doch damals hatte Panik irgendwie noch Stil. Niemand klebte sich deswegen auf die Straßen. Bildung und gesunder Menschenverstand reichten offensichtlich aus, um nicht gleich hyperventilierend den Weltuntergang herbeizutwittern, nur weil Hephaistos angeblich morgen mit seinem Kohlegrill die Erde ankokeln könnte.
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