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Moral ist jetzt Beilage
Essen war früher einfach: Man hatte Hunger, man aß, fertig. Heute braucht man vor jedem Bissen ungefähr so viel Gewissensprüfung wie vor einer Beichte. Fleischesser sagen: „Ist halt Natur.“ Vegetarier sagen: „Ist halt Mord.“ Veganer sagen gar nichts mehr, sie schauen nur enttäuscht – weil sie dachten, sie hätten endlich die moralisch einwandfreie Lösung gefunden. Tja, Pech gehabt. Experten haben jetzt herausgefunden, dass Pflanzen auch leben. Damit ist die einzige Ernährungsform, die sich moralisch überlegen anfühlte, jetzt auch nur noch Essen. Gleichzeitig eskaliert die Lage im Gemüsefach: Karotten werden geschält, als hätten sie nichts getan, Salat wird in Stücke gerissen wie ein schlechter Koalitionsvertrag, und die Zwiebel bringt dich zum Heulen, obwohl sie das Opfer ist. Fazit: Egal, was du isst – irgendwer leidet. Meist du selbst.
Die Lösung, die alles eskalieren lässt
Die Lage in deutschen Küchen spitzt sich weiter zu. Wenn also alles lebt, bleibt nur noch eine Frage: Wie holen wir wenigstens maximalen Nutzen raus? Gesucht wird nicht weniger Fleisch, sondern Fleisch, das sich mehrfach nutzen lässt. Nachhaltig ist demnach nicht, wer verzichtet, sondern wer effizient verwertet. Nicht Insekten für Fleischesser ist die Lösung, nicht Laborfleisch aus dem Reagenzglas, sondern: Katzen. Denn Katzen haben bekanntlich mehrere Leben – sieben, neun, je nach Märchenlage und Restalkohol. Rein wirtschaftlich ist das ein Durchbruch: ein Tier, mehrfach nutzbar, quasi das Pfandsystem der Natur. Sportler sind begeistert: Eine Katze bedeutet neunmal mehr Protein! Endlich nachhaltige Gains ohne schlechtes Gewissen. Erste Start-ups arbeiten bereits an „Katzen-as-a-Service“, inklusive Abo-Modell („Neun Leben, ein Preis“) und App zur Restlebenanzeige. Supermärkte reagieren flexibel: „Heute im Angebot: Freilaufkatze, nur 3 Leben verbraucht, perfekt für die schnelle Pfanne!“ Vegetarier sind entsetzt, Fleischesser auch, und endlich hört die Debatte kurz auf. Für einen Moment herrscht Einigkeit. Danach geht alles weiter wie vorher.
(Wichtiger Hinweis: Das ist Satire. Katzen bleiben bitte komplett. Esst mehr Schweine!)
Bild erstellt mit Copilot
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Berlin – Im Kriegsministerium herrscht Ratlosigkeit. Trotz jahrelanger, umfangreicher Waffenlieferungen und der wiederholten Versicherung, man werde die Ukraine „so lange unterstützen, wie nötig”, ist weder ein Sieg noch ein Ende der Kampfhandlungen in Sicht. Die Zahl der Toten steigt weiter. Fachleute zeigen sich verwundert: Man habe geliefert, was zu liefern war – und dennoch wolle sich der Frieden nicht einstellen.
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Berlin – Deutschland macht sich kriegstüchtig, und es tut das mit der gebotenen Gründlichkeit. Das Kriegsministerium versichert, dass der neue Wehrdienst wie auch die Aufrüstung der Truppe sämtliche geltenden Vorschriften erfüllen. Man wolle nichts dem Zufall überlassen – jedenfalls nicht, solange er nicht ordnungsgemäß erfasst und dokumentiert ist.
Weiterlesen: Bundeswehr: Krieg soll künftig vorschriftsmäßig ablaufen
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Brüssel – Die Europäische Union will Kriege künftig klimaneutral führen. Wie das EU-Kriegsministerium mitteilte, soll dafür im Rahmen eines beschleunigten Ausbauprogramms weltweit eine flächendeckende Ladeinfrastruktur für Kampfpanzer geschaffen werden. Die Streitkräfte würden schrittweise auf emissionsfreie E-Panzer umgestellt.
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Berlin (nonrelevant) – Experten haben belegt: Das Hantavirus überträgt sich, wie zuvor das Coronavirus, ausschließlich über lineares Fernsehen. Besonders infektiös: der Konsum öffentlich-rechtlicher Programme.
Die Studie wurde von einem nicht näher genannten Konsortium finanziert, das ausdrücklich kein Interesse am Ergebnis hatte. Sämtliche Interessenkonflikte seien transparent gemacht worden — die entsprechende Liste umfasse lediglich 847 Seiten und sei selbstverständlich öffentlich einsehbar, sobald die Schwärzungen abgeschlossen sind.
Weiterlesen: Studie: Hantavirus trifft vor allem ÖRR-Konsumenten
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Wenn der Gebetsnotruf zur Dauerbelastung wird
Himmel – Die Lage im Jenseits spitzt sich zu. Nach internen Berichten ist das globale Gebetsaufkommen in den vergangenen Jahren drastisch angestiegen. Hauptursache sei die inflationäre Nutzung beiläufiger Ausrufe wie „Oh mein Gott”, die weiterhin automatisch als ernstzunehmende Anfragen im System erfasst werden.
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Studie: Pressefreiheit auf Rekordhoch — Bürger als letztes Hindernis identifiziert
BERLIN (NONrelevant) — Eine umfassende Auswertung der vergangenen Jahre, die aus Effizienzgründen unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt wurde, kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: Die deutsche Presse ist so frei wie nie. Vor allem frei von der lästigen Pflicht, die Folgen politischer Entscheidungen überhaupt noch zu prüfen.
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Berlin – Entgegen der weit verbreiteten Auffassung, Inflation sei grundsätzlich schlecht, verdichten sich die Hinweise, dass Preissteigerungen in Wahrheit zu den wirksamsten Umweltmaßnahmen des Landes gehören. Besonders im Einzelhandel zeigt sich ein bemerkenswert nachhaltiger Effekt.

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