Geteiltes Frieren ist halber Frieden
- Details
- Jochen
- Vorbeigedacht!
„Frieren für den Frieden“ forderte der Bundespräsident letzthin seinen Bürgern ab. Sich mit der Ukraine solidarisch zeigen. Eine gute Idee, denn weniger Heizen bedeutet weniger Gasverbrauch. Das wiederum führt dazu, dass Putin weniger Geld verdient. Ergo weniger Krieg. Hab ich verstanden und will mitmachen, denn Krieg in Europa ist nicht schön.
Jetzt weiß ich nur nicht, sollten wir gleich schon für den Frieden frieren oder erst im kommenden Winter? Es ist im April zwar nicht mehr ganz so kalt, aber unsere Gasheizung ist immer noch an. Aber da der Russe letzten Monat mehr Gas nach Deutschland geliefert als je zuvor, habe ich die Situation für mich mal so interpretiert: Solidarität bekunden, umgehend, sie umsetzen erst später. Somit liegt „FFF“ für mich erst mal auf Eis! Ich meine „Frieren für Frieden“ und nicht „Fridays for Future“. Abgesehen davon wird es saisonbedingt demnächst eh wärmer und da wäre es schon arg geheuchelt, aus Solidarität die Gasheizung runter zu drehen, oder?
Voll zerplatzt
- Details
- Jochen
- Voll gedacht!
Wir sind widersprüchliche Wesen in einer widersprüchlichen Welt. Um die Widersprüchlichkeit der vielen komplexen Wirklichkeiten besser zu ertragen, erschaffen wir Blasen um uns herum. Jeder lebt in seiner, wie auch immer die aussehen mag. Finden mehrere Menschen mit gleicher Meinung und Ausrichtung zusammen, leben sie eben gemeinsam in einer Blase. Und so gibt es viele kleine und große Blasen, ineinander verwoben oder einfach nur nebeneinander. Eine gesunde Mischung, wie ich finde.
Seltsam finde ich, wenn manche Leute so tun, als lebten lediglich andere in einer Blase. Gefährlich jedoch wird es, wenn eine Blase so mächtig wird, dass sie keine anderen Blasen neben sich duldet.
Es soll doch nicht gelten: Ich bin die Blase. Du sollst keine anderen Blasen neben mir haben!
Deswegen … liebe deine nächste Blase wie dich selbst!
Bild: Joshua Nicholas Vanhaltren von Pixabay
Voll daneben
- Details
- Jochen
- Voll gedacht!
Ich verstehe nicht so ganz, will die Bundesregierung der Ukraine mit ihren Waffenlieferungen eigentlich helfen? Wäre es dann nicht sachdienlicher, wenn sie den Schrott aus Bundeswehrbeständen an den Russen verscherbeln würden? Auf diesem Wege könnte unsere Regierung der ukrainischen Bevölkerung zumindest wirklich helfen, denn kaputte Waffen, die am Ziel vorbei schießen, Flugzeuge, die nicht fliegen können und Ausrüstung aus dem letzten Jahrtausend würden dem russischen Militär die Durchschlagskraft nehmen. Der ukrainischen Bevölkerung würde so viel Leid erspart, ja vielleicht würde diese Strategie sogar zu einem schnelleren Ende des Krieges führen. Kaputte Ausrüstung … kein Schießen … kein Leid! So simpel könnte wahre Nächstenliebe manchmal sein.
Voll sinnvoll
- Details
- Jochen
- Voll gedacht!
Ich muss mich jetzt mal kurz aufregen.
Was läuft bei pseudo-intellektuellen Weltverbesserern eigentlich nicht rund? Es ist Krieg … in der Ukraine krepieren Menschen, und sie verzetteln sich in sinnfreien Diskussionen, ob Statuen von russischen Denkern, die schon lange tot sind, von öffentlichen Plätzen verbannt, Bücher von russischen Schriftstellern, die schon lange tot sind, aus dem Lehrplan entfernt werden sollten?
Haben die wirklich nichts Besseres zu tun? Zum Beispiel spanischen Bio-Tomaten aus ihren Elektro-Geländewägen auf vermeintliche Umweltsünder werfen?
Aber egal, solange es dem guten Gewissen hilft!
Bild: petechacalos von Pixabay
Früher war alles besser
- Details
- Jochen
- Vorbeigedacht!
Früher war alles besser – oder vielleicht nur einfacher?
Inzwischen sehe ich das so. Und zwar nicht nur, weil mit jedem fortschreitenden Jahr meine Haare grauer werden, sondern vor allem, weil vieles damals schlichtweg unkomplizierter war. Noch mal ein Junge sein und die Welt so zwanglos erleben wie damals – meine Gedanken nicht mit Arbeit, Geldvermehrung, Mietzahlungen oder Versicherungen belasten. Die Eltern sich um alles kümmern lassen, einfach Kind sein.
Doch diese Zeiten sind vorüber; hart geworden ist das Leben.
Und deswegen: Früher war alles besser!
Obwohl mich dieser Gedanke im ersten Moment jedes Mal erschreckt, kann ich mir – nachdem ich mich besonnen habe – guten Gewissens eingestehen: Ja, früher war alles besser, außer dem Handyempfang.
Inzwischen finde ich an dieser Auffassung nichts Spießiges mehr. Es ist lediglich eine altersbedingte Wahrnehmungsverschiebung. Und doch, jenseits meiner nostalgischen Verklärung, scheint es tatsächlich Dinge zu geben, die sich objektiv verschlechtert haben, wie ich finde.
Voll hilfreich
- Details
- Jochen
- Voll gedacht!
Zwei Impfungen schützen nicht vor der Omicron-Variante. Eine dritte (mit demselben Wirkstoff) aber schon? Okay, muss ich nicht verstehen. Aber viel hilft eben viel; alte Weisheit. Doch was schützt mich dann vor der nächsten Variante? Immer noch die dritte Impfung - folge ich der jetzigen Logik - wohl kaum, denn der Virus wird wieder mutiert sein. Also muss die vierte her. Klar! Viel mehr hilft eben viel mehr. Für die sechste Welle mit einem wiederum mutierten Virus hilft dann nur noch die fünfte Impfung. Natürlich wieder mit denselben Inhaltsstoffen wie bei der ersten Impfung, denn noch viel mehr hilft noch viel mehr. Das wiederum kann ich nachvollziehen! Die alten, abgelaufenen Impfstoffe liegen massenhaft auf Lager und müssen eben weg.
Aber was ist eigentlich mit Medikamenten? Helfen die gar nicht? Nein, laut Gesundheits-Experten sind die alle voll Scheiße, weil bei denen, die eventuell wirken könnten, die Patente seit langer Zeit bereits abgelaufen sind. Mit so altem Zeug kann die arme Pharmaindustrie kein Geld mehr scheffeln … Verzeihung … so altes Zeug wirkt halt laut Gesundheitsexperten nicht mehr!
Ja, das ist in der heutigen Medizin der Goldstandard. Viel hilft viel. Nur wem?
Bild: Arek Socha von Pixabay
Wegen der Freiheit … und so
Letztens habe ich geträumt, ich säße in einem tollen Restaurant. Das Essen kam und ich machte ein paar Bilder davon. Das hatte ich in der Realität nie getan. Warum also in meinem Traum? Es schien nötig. Wegen der Erinnerung und so … Anschließend ging ich noch schnell in einen Supermarkt und fotografierte Nutella und Bananen.
Neuartige Verschwörungstheorie
- Details
- Tanja
- Tanja Relevanta
Zunächst die Klarstellung: Was ist eine Verschwörungstheorie?
Laut Bundeszentrale für politische Bildung Folgendes:
Verschwörung bedeutet, dass Menschen sich im Geheimen zusammen tun. Diese Menschen nennt man Verschwörer. Sie wollen ein gemeinsames Ziel erreichen. Das Ziel schadet aber oft anderen Menschen. Deshalb halten die Verschwörer es geheim. Eine Verschwörungstheorie ist eine Vermutung über eine solche Verschwörung.
Danach die Aufdeckung: Verschwörer auf deutschen Straßen.
Sie verfolgen ein gemeinsames Ziel, was anderen Menschen schadet, und sie halten dieses Ziel geheim. Wer sind sie, diese neuen Konspirativen?
Es sind die "Blinkgegner", die „Blinkskeptiker“ oder einfach die „Blinkverweigerer“.
Innerhalb der letzten 5 Tage bin ich als Fußgänger 4-mal fast angefahren worden, weil Autofahrer beim Abbiegen den Blinker nicht setzen wollten oder nicht konnten. Ich wäre sogar netterweise brav stehen geblieben. Aber weil ich jedes Mal durch das Nicht-Blinken davon ausgegangen bin, dass das Auto geradeaus fährt statt abzubiegen, ging ich guten Mutes weiter und landete jedes Mal fast auf der Motorhaube, gefolgt von wütenden Tiraden meinerseits.
Den Unfällen knapp entronnen, kam ich ins Grübeln.
Kreuz und Quer
- Details
- Jochen
- Vorbeigedacht!
Querdenken, was für ein schönes Wort. Ich mochte es mal. Kam ich mit meinen Gedanken nicht weiter, half es mir, andere Meinungen anzuhören. Meist zeigten sie mir neue Blickwinkel auf, wie verquer die auch sein mochten. Immerhin noch besser als stur linear allein andere Meinungen „nach“-zudenken. Wäre mir auch zu einseitig, denn früher oder später führt stumpfsinnig geradeaus in eine Sackgasse ... oder global betrachtet im Kreis herum.
Letzthin dachte ich über unsere demokratische und rechtsstaatliche Struktur nach. Im Sinne der alten und neueren Philosophen. Ich habe versucht, meine Blickrichtung zu ändern. Äußern will ich meine Schlussfolgerung nicht; die Gefahr einer dieser radikalen Gruppen zugeordnet zu werden, nur weil meine Meinung womöglich nicht in das Mainstream-Schema passt, ist mir zu groß. Ich behalte es lieber für mich, verwerfe diesen Gedanken besser wieder. Obwohl ... bin ich gleich rechts, wenn ich denke?
Seite 9 von 12


Wichtiger Hinweis: