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Das neu geschaffene Bundesamt für rechtzeitige Empörung meldet: Das Kontingent für diese Woche ist vollständig ausgeschöpft. Bürger, die sich noch weiter aufregen wollten, werden gebeten, sich bis kommenden Montag zu gedulden. Kleinere Ärgernisse ohne Hashtag sind weiterhin möglich.

Bereits am Dienstagvormittag waren sämtliche Feindbilder aufgebraucht, alle gängigen Empörungen damit bedient. Weitere Missstände würden schnellstmöglich erfasst und auf die kommenden Wochen verschoben, so Amtsleiterin Dr. Carola Brandt. Umso sorgfältiger müsse die weitere Kommunikation nun gesteuert werden.

Man achte streng auf eine ausgewogene Verteilung. Denn immer dieselbe Hetze jeden Tag auf allen Kanälen könnte beim Volk schnell den Eindruck erwecken, es handele sich um gezielte Steuerung. Deshalb hat man eigens Propaganda-Experten aus Russland hinzugezogen. Die Experten bestätigen einhellig: Manipulation betreiben ausschließlich Nordkorea und China. Die deutschen Medien informieren.

Grund für die anhaltende Knappheit sei ein Lieferengpass: Die Erzeugung von Empörung wurde nach eingehender moralischer Prüfung an einen externen Dienstleister in Russland ausgelagert. Dort herrscht zwar Fachkräftemangel, da ein Großteil der Arbeitskräfte für den Krieg benötigt wird. Die Propaganda-Experten hingegen sind abkömmlich, da in Russland ohnehin jeder weiß, dass er manipuliert wird – im Gegensatz zu Deutschland.

Für Empörung über das Amt selbst ist bis auf Weiteres kein Termin frei.


Bild erstellt mit Copilot

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