+++

+++

Breadcrumbs

Um Kinderarmut endlich wirksam zu bekämpfen, empfiehlt die Familienministerin allen Ungeborenen, ihre Geburtsumstände künftig eigenverantwortlich zu optimieren und vorzugsweise in wohlhabenden Haushalten zur Welt zu kommen. Eine eigens beauftragte Studie bestätigt diesen innovativen Ansatz: Kinderarmut tritt nahezu ausschließlich dort auf, wo Kinder in armen Familien geboren werden. Experten sprechen von einem strukturellen Zusammenhang.

Die Untersuchung wurde von einer ausdrücklich unabhängigen NGO durchgeführt, deren Finanzierung zu großen Teilen aus Mitteln des Bildungsministeriums stammt. Dieser Umstand sei jedoch, wie man dort betont, rein technischer Natur. Unabhängigkeit sei vor allem dadurch gekennzeichnet, dass man die Frage nach der Finanzierung für unangemessen hält.

Besonders bemerkenswert ist die zentrale Erkenntnis des Berichts: Wer reich geboren wird, hat ein signifikant geringeres Risiko, arm zu sein. Diese Einsicht gilt in Fachkreisen bereits jetzt als potenzieller Durchbruch in der Armutsforschung. Erste Stimmen fordern, das Konzept der „sozialverträglichen Geburt“ zeitnah in politische Leitlinien zu überführen.

Die Mittel für die Studie wurden aus dem Etat für staatliche Bildungseinrichtungen abgezogen. Seitens des Ministeriums heißt es, man habe damit wichtige Spielräume geschaffen. Bildung schütze vor Armut schließlich nicht nachweislich – die richtige Geburt sehr wohl.


Zum Artikel in einfacher Sprache.


Bild erstellt mit Copilot

Darf‘s a bisserl mehr sein?

Humanismus lohnt – immer noch
Humanismus lohnt – immer noch

Die Smart-Home-Euphorie bekommt weitere Risse – ausgerechnet dort, wo Geld selten als begrenzender Faktor gilt. Ein vermögender Privathaushalt berichtet von wiederkehrenden Ausfällen bei...

Ausgabe 02/2018
Ausgabe 02/2018

Druckerschwärze (auch die farbige Druckerschwärze) war aus! Deswegen diese Woche keine Überschirft.

Ausgabe 8/2019
Ausgabe 8/2019

Die Europäische Kommission hat heute beschlossen, sich in Zukunft nur noch von Freunden ausspionieren zu lassen. Nach Rücksprache mit den USA will der Europäische Rat nun möglichst schnell eine neue...