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- Jochen
- Vorbeigedacht!
Wahrheit hat viele Blickwinkel. Mindestens ebenso viele hat Werbung und ich weiß, keiner dieser vielen Blickwinkel nimmt es mit der Wahrheit ganz genau. Und trotzdem will ich ihr glauben. Schließlich dreht mir Werbung keinen schnöden Scheiß an, sondern verheißt mir eine bessere Welt. Und das allein schon rechtfertigt ihr Dasein, oder?
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- Jochen
- Vorbeigedacht!
Die 80er waren schräge Zeiten. Viel Seltsames brachte diese Ära hervor. Elektro-Musik, Neon-Mode, Schulterpolster und einen kratzenden Einkaufsbeutel („Jute statt Plastik!“). Und beinahe wäre genau dieser zur Galionsfigur des Umweltschutzes geworden. Nur hatte die Verschmutzung des Planeten Anfang der 1980er-Jahre kaum jemanden beeindruckt. Vor allem jene nicht, die heute mit ihrem Elektro-Geländewagen zum Bio-Markt fahren und so geriet der Jutebeutel in Vergessenheit.
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- Jochen
- Vorbeigedacht!
Werbung soll zum Konsum verführen. Das funktioniert aber nur, wenn sie gut ist. So wie der Ikea-Slogan zum Beispiel. Doch wenn sie von Amateuren, von Möchtegern-Kreativen, billig kopiert wird, geht das gerne auch mal nach hinten los.
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- Jochen
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Was ist Kunst und vor allem, wann wird was zur Kunst? Bei Musik und dem geschriebenen Wort kann ich das weitestgehend nachvollziehen. Jedoch bei Bildern, Skulpturen oder Installationen fällt mir das oftmals schwer. In Galerien und Museen ist die Sache einfach. Dort unterschreibe ich stillschweigend eine Einverständniserklärung: Was hier hängt oder steht, ist Kunst. Das weiße Schildchen unter einem Werk liefert den Beweis, die Absicherung für meinen Verstand. Doch außerhalb dieser institutionellen Blase bricht das System zusammen. Mir fehlt das Etikett, das mir vorgibt, was ich bewundern und was ignorieren soll.
