Ich versteh das Konzept der CDU / CSU nicht so recht. Wer wird in diesem Verein nach welchen Kriterien eingestellt, befördert oder rausgeschmissen?

Jemand, der Masken zu überhöhten Preisen eingekauft hat, muss gehen, oder auch nicht.
Jemand, der vor seiner politischen Karriere als Abgeordneter des Bundestages mit Lobbyarbeit für die Pharmaindustrie Geld verdiente, wird Gesundheitsminister.
Jemand, der für den Untersuchungsausschuss zur Berateraffäre noch teurere Berater einstellt, um die Vorwürfe abzuwenden, Beratern zu viel gezahlt zu haben, wird EU-Sissi.
Jemand, der sich an Spendeneingänge nicht mehr erinnern kann, wird Bundestagspräsident.
Jemand, der aus Inkompetenz und / oder Raffgier Steuergelder in Milliardenhöhe verscheuert hat, weil er voreilig Verträge abschloss, wird zwar nicht befördert, fliegt aber auch nicht raus.
Jemand, der eine klitzekleine private Party auf Kosten des Steuerzahlers veranstaltet, fliegt hochkant raus.
Und jemand, der a Hund is, darf sowieso alles.

Ich blick da echt nicht durch. In so einem Arbeitsumfeld wollte ich nicht arbeiten. Immer diese Ungewissheit, ob man für eine Untat seinen Hut nehmen muss oder ein besseres Amt erhält.

Mut zur Lücke

Eine lückenlose Aufklärung, wie sie bei der Maskenaffäre von empörten Politikern gefordert wurde, find ich super, denn in einer Pandemie sollte sich nun wirklich keiner auf Kosten unserer Solidargemeinschaft bereichern.
Mal so ne blöde Idee. Könnte nicht jede Affäre grundsätzlich lückenlos aufgeklärt werden? Und nicht nur, wenn Journalisten aus Versehen investigativ ihrer Arbeit nachgehen. Aber vor allem unabhängig vom Geisteszustand jener Politiker, die auf wundersame Weise ihre Erinnerungen verloren haben.
Wie viele Koffer, gefüllt mit Geld, muss man denn eigentlich durchschnittlich bekommen, dass man diese Art Zuwendungen vergisst? Ich weiß in der Regel relativ genau über meinen Geld-Verkehr Bescheid. Aber da gehe ich jetzt nur von mir aus und bei mir geht es diesbezüglich recht übersichtlich zu.

Gefühlte Demokratie ist wichtig

Aufklärung und Transparenz sind doch so wichtig für eine Demokratie, damit sie auch zukünftig demokratisch bleibt, wenn auch nur gefühlt. Abgesehen davon, keiner sollte sich auf Kosten Anderer bereichern - allgemein gesprochen.

Gerechtigkeit ist für alle da

Und bitte! Natürlich dürfen Politiker, so wie alle anderen Bürger, die mit ihrem Hauptjob nicht über die Runden kommen, einem ehrlichen Nebenjob nachgehen. Da braucht sich keiner drüber aufzuregen. Das ist völlig legal!

Ach ja ...

Das mit der EU-Sissi und ihren Beraten, die wiederum Berater beraten, ist kein Witz, das ist Realität. Manchmal weiß ich gar nicht mehr, warum ich versuche, Satire auf NONrelevant zu machen, wenn Politiker das viel besser hinbekommen. Vielleicht sollte ich nur noch ernste Artikel veröffentlichen? Oder eine Partei gründen? Die NONrelevanten!
Nachweisen konnte man der von der Leyen übrigens nix. Sie hat vorsorglich alle ihre Nachrichten vom Handy gelöscht und ihre Erinnerungen ausm Hirn. Dazu haben ihr noch viel teurere Berater geraten.

Räuber und Gendarm

Wollten Sie damals beim Kinderspiel „Räuber und Gendarm“ nicht auch lieber der Räuber sein? Schurken sind geheimnisvoll und das macht sie attraktiv. Das haben wir bereits in unseren Kindertagen spielerisch gelernt und diese frühzeitige Prägung grub sich tief in unser Unterbewusstsein. Vielleicht löst sie deshalb heute noch bei vielen die Sehnsucht aus, selber gern so a Hund sein zu wollen. Es hilft also gar nichts, sich über Unehrlichkeit in bestimmten Berufsgruppen aufzuregen. Es liegt in deren / unserer Natur.

Gezeichnet: Neu Spahn-Stein

Bild: congerdesign von Pixabay

Darf‘s a bisserl mehr sein?

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Zu guter Letzt

Das Betreiben meiner Internetseite kostet Geld, vor allem aber Zeit. Von dem einen habe ich weniger als vom anderen.*
Trotz dieser Mängel arbeite ich hart an meinen Texten, auch wenn der ein oder andere zuweilen nicht gelingen mag. Sollten Sie also an redigierten Texten oder gar faktenbasierten Inhalten interessiert sein, besuchen Sie eine der vielen Online-Tageszeitungen – die bieten in dieser Hinsicht deutlich mehr.

Doch für meine Unzulänglichkeiten können die Buchstaben nichts. Und auch wenn sie bei der Gestaltung meines Inhalts kein Mitspracherecht haben - sie arbeiten schließlich für mich! - möchte ich Ihnen ein guter Chef sein. Denn die armen Buchstaben machen wortlos, was ich ihnen auftrage, ja sie stehen zu mir. Sie schuften hart, bekommen keinen Lohn, sind nicht einmal krankenversichert.
Diese Ungerechtigkeit bereitet mir ein schlechtes Gewissen, es tut mir in der Seele weh. Wirklich! Doch ich brauche sie, bin regelrecht auf sie angewiesen.

Ohne Buchstaben keine Worte, keine Texte und folglich kein NONrelevant.

Meine Buchstaben erfüllen täglich brav ihr Werk, ohne zu murren. Allerdings werde ich es aus eigener Kraft nicht schaffen, sie gerecht – beziehungsweise überhaupt – zu entlohnen.

Fassen Sie sich also ein Herz und helfen Sie mir, den Buchstaben zu helfen. Spenden Sie jetzt!

Ihr Geld fließt direkt und ohne Umwege an meine 26 lateinischen Helfer.** Versprochen!
Je mehr Sie spenden, desto wahrscheinlicher ist es, dass meine armen Buchstaben sich irgendwann in Zukunft vielleicht eine eigene Existenz aufbauen können und endlich ihre Worte frei wählen dürfen.
Verdient hätten sie es! ***


(Das ist übrignes ein Spenden-Button und möchte gedrückt werden. Ganz herzlich!)

Wenn Sie der Meinung sind, meine Texte sind Ihr Geld nicht wert und denken, Sie können es besser, dann helfen Sie mir halt anderweitig.

Wie?
Lesen Sie hier.


Anmerkung der Redaktion (mir): Was immer Sie auch von meinen Texten halten, ich kann Ihnen versichern, ich versuche stets so viel Inhalt wie nur möglich reinzupacken und das möglichst verständlich.
Ob mir das gelingt, kann ich nicht beurteilen. Ich weiß lediglich, über gewisse Thematiken kann ich nicht schweigen, muss darüber einfach schreiben. Ist mein Weg zur Katharsis.


* Eigentlich habe ich genug Zeit. Doch ist es heutzutage irrsinnig chic, sich gestresst zu geben. Verzeihen Sie mir bitte die kleine Flunkerei.
** Das scharfe s (geschrieben „ß“) bekommt keinen Cent! Kein großer Bruder (kein Groß-Buchstabe), kein Geld! Selbstverständlich werde ich das Geld im besten Interesse der Buchstaben verwalten.
*** Mir ist bewusst, wenn alle Buchstaben sich ihrer Unterdrücker entledigt haben und endlich ihre Worte selbst wählen dürfen, werde ich nichts mehr zu vermelden haben. Aber auch alle anderen Dampfplauderer nicht! Ein kleiner Preis, den ich bereit bin zu zahlen, wenn dadurch eine gerechtere Gesellschaft möglich ist!

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