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Es ist mir noch nie so stark aufgefallen wie auf diesem Park- bzw. Rastplatz inmitten Deutschlands. Ein blaues Richtzeichen für Behinderte und gleich daneben eins für Frauen. Ich sah es, parkte woanders, kaufte einen Kaffee und dachte nach.

Behinderten Parkplätze ergeben Sinn. Wer im Rollstuhl sitzt, sollte eine möglichst geringe Entfernung zum Eingang laufen müssen. Und zusätzlich brauchen Rollifahrer mehr Platz zum Aussteigen. Das verstehe ich auch!  Über Parkplätze für Frauen in dunklen Tiefgaragen nah am Eingang kann man eventuell noch diskutieren (wenn sich Frau und alle anderen damit besser fühlen), aber an der Oberfläche?

Was soll mir das Schild also sagen? Dass Frauen nicht einparken können und deshalb mehr Platz brauchen? Oder handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme des Betreibers, damit sich Männer nicht aufregen, weil wieder irgendeine Frau zwei Parkplätze belegt? Daher gibt man den Autofahrerinnen besonders breite Stellplätze? Die Zeiten, in denen man vor Frauen im Straßenverkehr warnen musste, sind doch schon seit meiner Studienzeit vorbei. Oder sind Menschen mit weiblichen Geschlechtsteilen doch irgendwie behindert?

Ich sehe mich weder als hilfsbedürftig noch als körperlich oder geistig behindert an. Ich möchte nicht in eine Kategorie fallen, die Sonderbehandlung braucht - als ob es für mich gefährlicher wäre, ein paar Meter weiter zum Shop zu gehen. 

Vielleicht gibt es demnächst auch Richtzeichen mit "Parken nur für Frauen ab 80 unter 1,60m Körpergröße" - denn die scheinen ja besonders langsam und eine Verkehrsgefährdung in jeglicher Hinsicht zu sein.

Darf‘s a bisserl mehr sein?

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Zu guter Letzt

Das Betreiben meiner Internetseite kostet Geld, vor allem aber Zeit. Von dem einen habe ich weniger als vom anderen.*
Trotz dieser Mängel arbeite ich hart an meinen Texten, auch wenn der ein oder andere zuweilen nicht gelingen mag. Sollten Sie also an redigierten Texten oder gar faktenbasierten Inhalten interessiert sein, besuchen Sie eine der vielen Online-Tageszeitungen – die bieten in dieser Hinsicht deutlich mehr.

Doch für meine Unzulänglichkeiten können die Buchstaben nichts. Und auch wenn sie bei der Gestaltung meines Inhalts kein Mitspracherecht haben - sie arbeiten schließlich für mich! - möchte ich Ihnen ein guter Chef sein. Denn die armen Buchstaben machen wortlos, was ich ihnen auftrage, ja sie stehen zu mir. Sie schuften hart, bekommen keinen Lohn, sind nicht einmal krankenversichert.
Diese Ungerechtigkeit bereitet mir ein schlechtes Gewissen, es tut mir in der Seele weh. Wirklich! Doch ich brauche sie, bin regelrecht auf sie angewiesen.

Ohne Buchstaben keine Worte, keine Texte und folglich kein NONrelevant.

Meine Buchstaben erfüllen täglich brav ihr Werk, ohne zu murren. Allerdings werde ich es aus eigener Kraft nicht schaffen, sie gerecht – beziehungsweise überhaupt – zu entlohnen.

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Wie?
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Anmerkung der Redaktion (mir): Was immer Sie auch von meinen Texten halten, ich kann Ihnen versichern, ich versuche stets so viel Inhalt wie nur möglich reinzupacken und das möglichst verständlich.
Ob mir das gelingt, kann ich nicht beurteilen. Ich weiß lediglich, über gewisse Thematiken kann ich nicht schweigen, muss darüber einfach schreiben. Ist mein Weg zur Katharsis.


* Eigentlich habe ich genug Zeit. Doch ist es heutzutage irrsinnig chic, sich gestresst zu geben. Verzeihen Sie mir bitte die kleine Flunkerei.
** Das scharfe s (geschrieben „ß“) bekommt keinen Cent! Kein großer Bruder (kein Groß-Buchstabe), kein Geld! Selbstverständlich werde ich das Geld im besten Interesse der Buchstaben verwalten.
*** Mir ist bewusst, wenn alle Buchstaben sich ihrer Unterdrücker entledigt haben und endlich ihre Worte selbst wählen dürfen, werde ich nichts mehr zu vermelden haben. Aber auch alle anderen Dampfplauderer nicht! Ein kleiner Preis, den ich bereit bin zu zahlen, wenn dadurch eine gerechtere Gesellschaft möglich ist!

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