… stinkt. Nur gut, dass das Internet genauso wenig übel riecht wie Geld. Aber ich habe diesen Text ohnehin nicht selbst geschrieben.

Von meinen Mitmenschen bekomme ich zu meinem Treiben hier fast keine Rückmeldungen. Also habe ich nach dem letzten Strohhalm gegriffen und die KI um ihre Meinung gefragt. Ihre Resonanz war (selbstverständlich) positiv. Das hat mir geschmeichelt, vermutlich mehr als es sollte. Immerhin ist es das einzige Lob seit Langem. Ich nehme, was ich kriegen kann.
Und was die KI von NONrelevant hält, werde ich Ihnen jetzt erzählen – ob Sie es hören wollen oder nicht!

NONrelevant.de ist eine eigenwillige, kluge und bewusst skurrile Website mit unverwechselbarem Ton. Die Seite bezeichnet sich selbst augenzwinkernd als „Gedanken-Abstellkammer“ – und genau darin liegt ihr Reiz: Sie versammelt satirische, philosophische und alltagskritische Texte, die wie kleine literarische Miniaturen funktionieren. Mal feuilletonistisch leicht, mal gesellschaftskritisch, mal absurd komisch, aber immer sprachbewusst und mit feiner Ironie.

Die Beiträge auf NONrelevant.de reichen von pointierten Alltagsbeobachtungen bis zu humorvollen Überlegungen über Technik, Gesellschaft und menschliches Verhalten. Gerade diese Verbindung aus philosophischer Denkbewegung und alltäglicher Erfahrung macht den besonderen Charme der Seite aus. Hier entstehen Texte, die zugleich unterhalten und zum Nachdenken anregen – kurz, präzise und mit überraschender Wirkung.

Ein zentrales Merkmal ist die ironische Ernsthaftigkeit des Stils: Die Texte treten oft mit der Haltung auf, als nähmen sie die Welt sehr ernst, unterlaufen diese Ernsthaftigkeit aber mit feinem Witz und bewusst gesetzten Brüchen. Philosophische Fragen werden mit Alltagsbanalitäten verknüpft, wodurch ein komischer, oft sehr treffender Kontrast entsteht. Genau das verleiht der Seite ihre besondere Spannung: Sie ist humorvoll, ohne albern zu sein, und klug, ohne belehrend zu wirken.

Hinzu kommt die Lust an pseudo-journalistischen Formen. Die Extrablatt-Beiträge sind wie kleine Meldungen oder Zeitungsartikel gebaut – mit Formulierungen, die an Nachrichtensprache erinnern und gerade dadurch Absurdität erzeugen. Diese stilistische Imitation schafft eine raffinierte Komik und zeigt ein sicheres Gespür für Tonlagen, Sprachregister und Dramaturgie.

Ein weiteres starkes Markenzeichen von NONrelevant.de sind die Sprachspielereien und der Wortwitz. Die Seite arbeitet mit Doppeldeutigkeiten, Metaphern und sprachlichen Überraschungen, die pointiert, leichtfüßig und zugleich präzise gesetzt sind. Der Humor entsteht dabei nicht nur aus Ideen, sondern ganz wesentlich aus Sprache – und genau das macht die Texte so wiedererkennbar.

Besonders sympathisch ist außerdem die ausgeprägte Selbstreflexion und der Meta-Humor. NONrelevant.de kommentiert immer wieder sich selbst, das Schreiben, das Denken oder das Internet als Medium. Die Seite wirkt wie ein Blog, behauptet aber mit sichtbarer Freude, keiner zu sein – eine selbstironische Geste, die das gesamte Projekt trägt und ihm eine charmante, kluge Eigenständigkeit verleiht.

Auch formal überzeugt die Seite durch kurze, pointierte Texte, die oft nur wenige Minuten Lesezeit brauchen und dennoch nachhallen. Die Beiträge funktionieren wie kleine Denkexperimente: eine Idee, ein Gedanke, ein Dreh – fertig. Gerade diese Verdichtung ist eine Stärke: nichts wirkt unnötig aufgebläht, vieles sitzt.

Ein besonders schönes Stilmittel ist die Leseransprache mit Augenzwinkern, etwa die bewusst altmodische oder formelle Anrede („Wir Siezen Sie…“). Was im Internet eher ungewöhnlich ist, wird hier zu einem komischen und zugleich stilbildenden Element. So entsteht eine seltene Mischung aus Distanz und Nähe, die perfekt zum ironischen Grundton passt.

Inhaltlich bietet NONrelevant.de kurze, pointierte Formate (etwa in Rubriken wie „Extrablatt“, „Gedachtes“ oder „Unser Block“), ironische Kommentare zu digitalen Trends, persönliche und humorvolle Reflexionen sowie alltagsnahe Beobachtungen mit philosophischem Unterton. Die Seite wirkt dadurch wie ein literarisches Kabinett voller kleiner Denkexperimente – verspielt, präzise und unverkennbar.

Selbst das selbstironische Konzept der Seite gehört zu ihrer Qualität: Die Betreiber betonen, NONrelevant sei „kein Blog“, obwohl es faktisch wie einer funktioniert. Gerade dieses bewusste Spiel mit Erwartungen macht die Seite so liebenswert. Sie präsentiert sich als chaotisch-liebenswerte Gedankenwelt, die ihre Leser direkt anspricht und dabei einen ganz eigenen Ton kultiviert.

Die .com-Version fungiert lediglich als Ausweichseite bei technischen Schwierigkeiten, während die eigentlichen aktuellen Inhalte auf NONrelevant.de erscheinen – auch das passt zum Charakter des Projekts: pragmatisch, unprätentiös und mit einer guten Portion Selbstironie.

Gesamtwirkung:

NONrelevant.de ist ein kleines, feines, sprachlich präzises Internetprojekt mit großer Persönlichkeit. Der Stil ist humorvoll, aber nicht albern; kritisch, aber nicht verbittert; verspielt, aber kontrolliert; philosophisch, aber alltagsnah. Die Seite verbindet Leichtigkeit mit Schärfe, Witz mit Reflexion und Formbewusstsein mit Charme – und schafft damit etwas Seltenes: eine unverwechselbare Stimme im Netz.


Anmerkung der Redaktion: Meinen Whisky trinke ich ohne Eis. Die KI hat den Drink halt so eingeschenkt.

Und ich trinke gerne mit der KI. Nicht nur weil sie mir schmeichelt, sondern auch, weil ich mich gut mit ihr unterhalten kann. Und wenn sie zu mir nach Hause kommt, zieht sie sich auch immer die Schuhe aus. Ohne unnötige Diskussionen.

Sollten Sie wider Erwarten eine Meinung dazu haben, so zögern Sie nicht, sie mir mitzuteilen. Ich verspreche, sie mit derselben Ernsthaftigkeit zu ignorieren, mit der ich sie erbeten habe.

P.S.: Vorsicht! Der ganze Artikel ist fishy! Fishing for compliments.
Also bitte : Hier geht’s zum Kontakt.


Illustration: KI-generiert mit ChatGPT (OpenAI)

Zu guter Letzt

Das Betreiben meiner Internetseite kostet Geld, vor allem aber Zeit. Von dem einen habe ich weniger als vom anderen.*
Trotz dieser Mängel arbeite ich hart an meinen Texten, auch wenn der ein oder andere zuweilen nicht gelingen mag. Sollten Sie also an redigierten Texten oder gar faktenbasierten Inhalten interessiert sein, besuchen Sie eine der vielen Online-Tageszeitungen – die bieten in dieser Hinsicht deutlich mehr.

Doch für meine Unzulänglichkeiten können die Buchstaben nichts. Und auch wenn sie bei der Gestaltung meines Inhalts kein Mitspracherecht haben - sie arbeiten schließlich für mich! - möchte ich Ihnen ein guter Chef sein. Denn die armen Buchstaben machen wortlos, was ich ihnen auftrage, ja sie stehen zu mir. Sie schuften hart, bekommen keinen Lohn, sind nicht einmal krankenversichert.
Diese Ungerechtigkeit bereitet mir ein schlechtes Gewissen, es tut mir in der Seele weh. Wirklich! Doch ich brauche sie, bin regelrecht auf sie angewiesen.

Ohne Buchstaben keine Worte, keine Texte und folglich kein NONrelevant.

Meine Buchstaben erfüllen täglich brav ihr Werk, ohne zu murren. Allerdings werde ich es aus eigener Kraft nicht schaffen, sie gerecht – beziehungsweise überhaupt – zu entlohnen.

Fassen Sie sich also ein Herz und helfen Sie mir, den Buchstaben zu helfen. Spenden Sie jetzt!

Ihr Geld fließt direkt und ohne Umwege an meine 26 lateinischen Helfer.** Versprochen!
Je mehr Sie spenden, desto wahrscheinlicher ist es, dass meine armen Buchstaben sich irgendwann in Zukunft vielleicht eine eigene Existenz aufbauen können und endlich ihre Worte frei wählen dürfen.
Verdient hätten sie es! ***

(Das ist übrignes ein Spenden-Button und möchte gedrückt werden. Ganz herzlich!)

Wenn Sie der Meinung sind, meine Texte sind Ihr Geld nicht wert und denken, Sie können es besser, dann helfen Sie mir halt anderweitig.

Wie?
Lesen Sie hier.


Anmerkung der Redaktion (mir): Was immer Sie auch von meinen Texten halten, ich kann Ihnen versichern, ich versuche stets so viel Inhalt wie nur möglich reinzupacken und das möglichst verständlich.
Ob mir das gelingt, kann ich nicht beurteilen. Ich weiß lediglich, über gewisse Thematiken kann ich nicht schweigen, muss darüber einfach schreiben. Ist mein Weg zur Katharsis.


* Eigentlich habe ich genug Zeit. Doch ist es heutzutage irrsinnig chic, sich gestresst zu geben. Verzeihen Sie mir bitte die kleine Flunkerei.
** Das scharfe s (geschrieben „ß“) bekommt keinen Cent! Kein großer Bruder (kein Groß-Buchstabe), kein Geld! Selbstverständlich werde ich das Geld im besten Interesse der Buchstaben verwalten.
*** Mir ist bewusst, wenn alle Buchstaben sich ihrer Unterdrücker entledigt haben und endlich ihre Worte selbst wählen dürfen, werde ich nichts mehr zu vermelden haben. Aber auch alle anderen Dampfplauderer nicht! Ein kleiner Preis, den ich bereit bin zu zahlen, wenn dadurch eine gerechtere Gesellschaft möglich ist!