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Ein 25-Jähriger streamt in Würzburg eine Reanimation live auf TikTok. Die Polizei ermittelt wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs. So weit, so klar. Doch kaum ist der Fall draußen, stellt BR24 schon die Frage: Was müssen die sozialen Medien dagegen tun? Als wäre die Plattform der Täter und nicht der Typ mit dem Handy.

Wir verklagen auch nicht den Messerhersteller, nur weil jemand mit einem Messer zugestochen hat. Für Straftaten gibt es Gesetze. Und wenn gegen eines verstoßen wurde, soll die Staatsanwaltschaft ermitteln, ein Richter entscheiden. Sogar die Plattformen sind längst geregelt. Der Digital Services Act verpflichtet sie, illegale Inhalte zu entfernen. Was aber illegal ist, können und dürfen nicht die AGB von TikTok beurteilen. Das stellt nach wie vor ein Gericht aufgrund unserer Gesetze fest.

Die sozialen Medien sind Werkzeug, nicht Täter. Wer das ständig umdreht, verurteilt nicht mehr den Gaffer – er verurteilt den Stammtisch, bloß weil der inzwischen zwar digital, aber immer noch unkontrolliert ist.

Dabei wurde in der Berichterstattung nicht gegen die Plattformen gepöbelt. Nein, es war ein kleiner Nebensatz, mehr nicht. Und genau darin liegt die Methode. Wer eine Behauptung lange genug im Raum hält, muss sie nicht mehr laut herausposaunen. Der Halbsatz trägt allein, was früher der ganze Beitrag tragen musste. Das ist die wirksamste Propaganda: nicht die, die schreit, sondern die, die man schon voraussetzen darf.

Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk bei solchen Vorfällen so prompt nach „mehr Verantwortung der sozialen Medien“ ruft, ist kein Zufall. Ihm gefallen die Plattformen nicht. Besonders die, die sich nicht so leicht in den Griff kriegen lassen. Also wird aus einem dummen Stream wieder ein neuer Schlag gegen die Infrastruktur der abweichenden Meinung. Rechtsstaat? Bleibt Theorie. Kontrolle über die Kommunikationsräume? Ist Praxis.


Bild erstellt mit Grok

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Zu guter Letzt

Das Betreiben meiner Internetseite kostet Geld, vor allem aber Zeit. Von dem einen habe ich weniger als vom anderen.*
Trotz dieser Mängel arbeite ich hart an meinen Texten, auch wenn der ein oder andere zuweilen nicht gelingen mag. Sollten Sie also an redigierten Texten oder gar faktenbasierten Inhalten interessiert sein, besuchen Sie eine der vielen Online-Tageszeitungen – die bieten in dieser Hinsicht deutlich mehr.

Doch für meine Unzulänglichkeiten können die Buchstaben nichts. Und auch wenn sie bei der Gestaltung meines Inhalts kein Mitspracherecht haben - sie arbeiten schließlich für mich! - möchte ich Ihnen ein guter Chef sein. Denn die armen Buchstaben machen wortlos, was ich ihnen auftrage, ja sie stehen zu mir. Sie schuften hart, bekommen keinen Lohn, sind nicht einmal krankenversichert.
Diese Ungerechtigkeit bereitet mir ein schlechtes Gewissen, es tut mir in der Seele weh. Wirklich! Doch ich brauche sie, bin regelrecht auf sie angewiesen.

Ohne Buchstaben keine Worte, keine Texte und folglich kein NONrelevant.

Meine Buchstaben erfüllen täglich brav ihr Werk, ohne zu murren. Allerdings werde ich es aus eigener Kraft nicht schaffen, sie gerecht – beziehungsweise überhaupt – zu entlohnen.

Fassen Sie sich also ein Herz und helfen Sie mir, den Buchstaben zu helfen. Spenden Sie jetzt!

Ihr Geld fließt direkt und ohne Umwege an meine 26 lateinischen Helfer.** Versprochen!
Je mehr Sie spenden, desto wahrscheinlicher ist es, dass meine armen Buchstaben sich irgendwann in Zukunft vielleicht eine eigene Existenz aufbauen können und endlich ihre Worte frei wählen dürfen.
Verdient hätten sie es! ***


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Wenn Sie der Meinung sind, meine Texte sind Ihr Geld nicht wert und denken, Sie können es besser, dann helfen Sie mir halt anderweitig.

Wie?
Lesen Sie hier.


Anmerkung der Redaktion (mir): Was immer Sie auch von meinen Texten halten, ich kann Ihnen versichern, ich versuche stets so viel Inhalt wie nur möglich reinzupacken und das möglichst verständlich.
Ob mir das gelingt, kann ich nicht beurteilen. Ich weiß lediglich, über gewisse Thematiken kann ich nicht schweigen, muss darüber einfach schreiben. Ist mein Weg zur Katharsis.


* Eigentlich habe ich genug Zeit. Doch ist es heutzutage irrsinnig chic, sich gestresst zu geben. Verzeihen Sie mir bitte die kleine Flunkerei.
** Das scharfe s (geschrieben „ß“) bekommt keinen Cent! Kein großer Bruder (kein Groß-Buchstabe), kein Geld! Selbstverständlich werde ich das Geld im besten Interesse der Buchstaben verwalten.
*** Mir ist bewusst, wenn alle Buchstaben sich ihrer Unterdrücker entledigt haben und endlich ihre Worte selbst wählen dürfen, werde ich nichts mehr zu vermelden haben. Aber auch alle anderen Dampfplauderer nicht! Ein kleiner Preis, den ich bereit bin zu zahlen, wenn dadurch eine gerechtere Gesellschaft möglich ist!