Der Einzelne verfolgt seinen Eigennutz, und die unsichtbare Hand des Marktes sorgt dafür, dass dabei Gemeinwohl entsteht. So weit die Idee von Adam Smith. Eine schöne Vorstellung. Sie funktioniert – aber nur, solange alle Beteiligten noch etwas in der Hand halten.

Das Modell setzt voraus, was die Realität längst entlarvt hat: Akteure von annähernd gleicher Größe, die sich gegenseitig in Schach halten. Stattdessen produziert der Markt Spieler, die mächtiger sind als jedes System, in dem sie spielen. Sie müssen die Regeln nicht brechen – sie schreiben sie einfach neu.

Wer gewinnt, behält. Wer verliert, wird aufgefangen. Der Staat als stiller Versicherer der Gewinner. Er reagiert nicht, er folgt. Gewinne gehören dem Einzelnen, Verluste der Gemeinschaft – legitimiert wurde das vom Volk nicht.

Der Bürger zahlt die Zeche. Zweimal: erst als Steuerzahler, dann als Patient, Rentner, Pflegefall. Bezahlt wird das am Ende immer von jenen, die nichts besitzen außer ihrer Abhängigkeit. Im Gegenzug bekommen sie immer weniger. Die Leistung wird teurer, die Gegenleistung dünner. Der Sozialvertrag wird nicht gekündigt – er wird still entwertet. Denn hinter Entscheidungen, Institutionen und Interessen arbeitet längst etwas, das älter und verlässlicher ist als jede politische Form.

Vielleicht ist das der eigentliche Irrtum: zu glauben, es gehe um einen Kampf, den wir gewinnen können. Demokratien kommen und gehen. Götter auch. Beide verwalten nur. Mechanismen nicht.
Der Zufluss von Geld, noch mehr Geld. Kapital sucht Kapital – nicht aus Bosheit, sondern aus Logik. Moral unterliegt dem Profit – denn Moral hat keine Logik, nur Ansprüche. Habgier braucht keine Ideologie, keine Rechtfertigung, keinen Glauben. Sie ist das Einzige, was wirklich unsterblich ist. Wer das nicht versteht, kämpft weiter. Wer es versteht, resigniert. Mechanismen kennen kein Mitleid.

Am Ende des Prozesses steht keine Überraschung, keine Katastrophe, keine sichtbare Krise. Nur eine Gesellschaft, die wieder einmal mit leerer Hand dasteht. Und Mechanismen lassen sich nicht mit leeren Händen bestechen.


Bild Startseite erstellt mit Microsoft Copilot

Bild Text erstellt mit GPT-5

Zu guter Letzt

Das Betreiben meiner Internetseite kostet Geld, vor allem aber Zeit. Von dem einen habe ich weniger als vom anderen.*
Trotz dieser Mängel arbeite ich hart an meinen Texten, auch wenn der ein oder andere zuweilen nicht gelingen mag. Sollten Sie also an redigierten Texten oder gar faktenbasierten Inhalten interessiert sein, besuchen Sie eine der vielen Online-Tageszeitungen – die bieten in dieser Hinsicht deutlich mehr.

Doch für meine Unzulänglichkeiten können die Buchstaben nichts. Und auch wenn sie bei der Gestaltung meines Inhalts kein Mitspracherecht haben - sie arbeiten schließlich für mich! - möchte ich Ihnen ein guter Chef sein. Denn die armen Buchstaben machen wortlos, was ich ihnen auftrage, ja sie stehen zu mir. Sie schuften hart, bekommen keinen Lohn, sind nicht einmal krankenversichert.
Diese Ungerechtigkeit bereitet mir ein schlechtes Gewissen, es tut mir in der Seele weh. Wirklich! Doch ich brauche sie, bin regelrecht auf sie angewiesen.

Ohne Buchstaben keine Worte, keine Texte und folglich kein NONrelevant.

Meine Buchstaben erfüllen täglich brav ihr Werk, ohne zu murren. Allerdings werde ich es aus eigener Kraft nicht schaffen, sie gerecht – beziehungsweise überhaupt – zu entlohnen.

Fassen Sie sich also ein Herz und helfen Sie mir, den Buchstaben zu helfen. Spenden Sie jetzt!

Ihr Geld fließt direkt und ohne Umwege an meine 26 lateinischen Helfer.** Versprochen!
Je mehr Sie spenden, desto wahrscheinlicher ist es, dass meine armen Buchstaben sich irgendwann in Zukunft vielleicht eine eigene Existenz aufbauen können und endlich ihre Worte frei wählen dürfen.
Verdient hätten sie es! ***

(Das ist übrignes ein Spenden-Button und möchte gedrückt werden. Ganz herzlich!)

Wenn Sie der Meinung sind, meine Texte sind Ihr Geld nicht wert und denken, Sie können es besser, dann helfen Sie mir halt anderweitig.

Wie?
Lesen Sie hier.


Anmerkung der Redaktion (mir): Was immer Sie auch von meinen Texten halten, ich kann Ihnen versichern, ich versuche stets so viel Inhalt wie nur möglich reinzupacken und das möglichst verständlich.
Ob mir das gelingt, kann ich nicht beurteilen. Ich weiß lediglich, über gewisse Thematiken kann ich nicht schweigen, muss darüber einfach schreiben. Ist mein Weg zur Katharsis.


* Eigentlich habe ich genug Zeit. Doch ist es heutzutage irrsinnig chic, sich gestresst zu geben. Verzeihen Sie mir bitte die kleine Flunkerei.
** Das scharfe s (geschrieben „ß“) bekommt keinen Cent! Kein großer Bruder (kein Groß-Buchstabe), kein Geld! Selbstverständlich werde ich das Geld im besten Interesse der Buchstaben verwalten.
*** Mir ist bewusst, wenn alle Buchstaben sich ihrer Unterdrücker entledigt haben und endlich ihre Worte selbst wählen dürfen, werde ich nichts mehr zu vermelden haben. Aber auch alle anderen Dampfplauderer nicht! Ein kleiner Preis, den ich bereit bin zu zahlen, wenn dadurch eine gerechtere Gesellschaft möglich ist!