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Brüssel – Die Europäische Union will Kriege künftig klimaneutral führen. Wie das EU-Kriegsministerium mitteilte, soll dafür im Rahmen eines beschleunigten Ausbauprogramms weltweit eine flächendeckende Ladeinfrastruktur für Kampfpanzer geschaffen werden. Die Streitkräfte würden schrittweise auf emissionsfreie E-Panzer umgestellt.

Auslöser ist eine Kennziffer, an der man in Brüssel nicht länger vorbeikam: Wären die Armeen der Welt ein eigener Staat, lägen sie beim CO₂-Ausstoß auf Platz vier – noch vor Russland. Rund 5,5 Prozent der globalen Emissionen gehen auf das Militär zurück. „Ein blinder Fleck der Klimapolitik“, heißt es aus dem Ministerium. „Dekarbonisierung darf nicht an der Mündung eines Kanonenrohrs enden.“

Intern räumt man ein, lange die falschen Prioritäten gesetzt zu haben. Während in der Landwirtschaft Methanemissionen bis auf die Nachkommastelle bilanziert und Wiederkäuer in Klimaberichten einzeln aufgeführt werden, habe der Kampfpanzer jahrzehntelang als bilanziell irrelevant gegolten. Diese Schieflage werde nun „harmonisiert“.

Künftig soll nicht mehr nur die Wirkung militärischer Einsätze bewertet werden, sondern auch deren Klimabilanz. Opfer von Kriegen ließen sich schwer monetarisieren. Die Klimakatastrophe dagegen sei eine Wachstumsbranche. Was der Panzer anrichte, stehe nach wie vor nicht zur Debatte – allein, was er ausstoße.

Herausforderungen bleiben. Bis das globale Ladenetz etabliert ist, bleiben Einsätze auf Länder mit flächendeckender Ladeinfrastruktur beschränkt, heißt es aus dem Ministerium. Als Übergangslösung prüft man unter anderem mobile Hochleistungs-Powerbanks im Konvoi, Mehrfachsteckdosen nach NATO-Standard sowie den verstärkten Einsatz von „Hybridoperationen“.

Unterm Strich zeigt man sich in Brüssel zufrieden. Die Entscheidung sei ein Gewinn für Klima und kommende Generationen – denn CO₂-neutral stirbt es sich nachhaltiger.


Bild erstellt mit ChatGPT

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