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Der Trend, Smartphones mit immer mehr Kameras auszustatten, setzt sich ungebremst fort. Aktuelle Modelle verfügen mittlerweile über fünf Objektive auf der Rückseite und zwei auf der Vorderseite. Insbesondere männliche Käufer klagen über dieses Feature, weil sie daheim kaum ausreichend Klebeband vorrätig haben, um täglich aufs Neue sämtliche Linsen abzudecken, wenn sie pornografische Inhalte konsumieren wollen.

Auch der Verbraucherschutz zeigt sich skeptisch. Ein Mehr an Kameras bietet kaum echten Mehrwert – selbst Fotos von Speisen werden dadurch nicht appetitlicher. Zugleich steigt aber das Spionagepotenzial exponentiell. Während Hacker früher oft stundenlang warten mussten, bis eine Regierung ihre Lauschaktion beendet hatte, bekommt heute jede Interessengruppe ihre eigene Linse. Die erste ist fest in der Hand amerikanischer Geheimdienste, die zweite nutzen bevorzugt sozialistische Nachrichtendienste. Die dritte und vierte sind für soziale Medien und Google reserviert. Und die fünfte, weniger hochauflösende Linse bleibt jenen Staaten vorbehalten, die noch auf flächendeckendes, schnelles Internet warten.

Datenschützer schlagen Alarm und fordern, dass wenigstens Bürger, die Mitglied einer demokratischen Regierung sind, die freie Wahl haben sollten, wer auf welche Kamera zugreift. Denn in einer Demokratie ist Wahlfreiheit bekanntlich das höchste Gut – gleich nach Selfie-Filtern und unbegrenztem Pornokonsum.


Bild: TGspot - Creative-Commons (CC BY-SA 4.0) - Bild für NONrelevant oben und unten beschnitten

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