VorbeiGedacht!

Bild: inaktiver Nutzer von Pixabay

Die SPD hat den Sturz aus ihrer Parteizentrale, dem Hybris-Gebäude, nicht überlebt. Der Hirntod wurde noch vor Ort festgestellt. Um den Grünen eventuell Parteiorgane zu spenden, wurde der Körper in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht und künstlich am Leben gehalten. Der Chefarzt hat jedoch die lebenserhaltende Maschine bereits nach wenigen Stunden abschalten lassen, da eine Organspende nicht in Frage kam. In einer schriftlichen Pressenotiz teilte der Arzt mit:
„Sämtliche Organe waren unbrauchbar. Die Nieren waren wegen der sozialen Kälte gänzlich degeneriert, das Herz schlug zwar noch, aber nicht mehr links. Die Leber wurde bereits vor Jahren an Riester verhökert und die Lunge war aufgrund des langen Zusammenlebens mit der CDU ganz schwarz und verkümmert.“
Die SPD hinterlässt nichts, denn das Erbe Willy Brandts war schon in den 1990er Jahren aufgezehrt.

 


Bild: Planung von Wolfgang Niesner, 1978

Der europäischen Arbeitsbehörde ist aufgrund einer kleinen Unachtsamkeit das Bürokratiemonster abhandengekommen. Der Umfang des Unheils ist momentan noch nicht abzuschätzen. Unternehmen bereiten sich vorsorglich auf das Schlimmste vor. Der schier unüberschaubare Mehraufwand, der durch die Aufzeichnung aller Überstunden von Angestellten auf sie zukommen könnte, erfüllt die deutsche Wirtschaft mit Grauen. Software-Experten sind hingegen der Meinung, das Monster wolle nur spielen und entwickeln bereits eine App zur simplen Erfassung.
Der Arbeitgeberverband will das Ungeheuer aber nicht nur fassen, sondern endgültig ausmerzen. Aus diesem Grund heuerte er vorsorglich dieselben Hexenjäger an, die bereits den Dämon Mindestlohn verbannt haben. Ebenso hofft die Industrie auf die Mithilfe der GroKo, die damals die Besessenheit der Zeitungsausträger durch Rentenkürzung erfolgreich ausgetrieben hat.
Folgende Berufsgruppen werden wegen Schlafmangels von dem Bürokratiemonster naturgemäß verschont: Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger, Polizisten, Angestellte in Sicherheitsfirmen sowie Angestellte in der Hotelbranche und Gastronomie, Kindergärtner und Innen, Landwirte, Bauarbeiter, Leiharbeiter, Flüchtlinge und Sklaven jeder Art.

 

Was für Hundehalter noch freiwillig ist, wird wegen einer neuen EU-Verordnung für Landwirte bald Vorschrift sein. EU-Gesundheitsexperten stellten nämlich eine erhöhte Umweltbelastung durch Methangas in ländlichen Gegenden fest. Deswegen dürfen Bauern mit mehr als vier Weidekühen in Zukunft die Kuhfladen nicht länger als 1677,88 Sekunden auf ihren Wiesen liegen lassen. Abgesehen vom personellen Aufwand, sehen Bauern besonders ein Problem bei der Beschaffung so großer Kotbeutel. Die momentan auf dem Markt verfügbaren sind lediglich für die viel kleineren Hundehaufen geeignet.
Der schwedische Möbelhersteller Ikea kündigte nach Bekanntwerden der Vorschrift an, vorübergehend seine blauen Einkaufstaschen kostenlos zur Verfügung zu stellen. Laut einem Sprecher von Ikea müssen es aber unbedingt die blauen sein! Das Möbelhaus will damit vermeiden, dass die Bauern, wegen der allgemein-gültigen Ikea-Regel, die gelben Tragetaschen nach Nutzung wieder an den Kassen zurückgegeben.

 

Die Deutsche Bahn wird zur Freude ihrer Kunden die Preise dieses Jahr nicht erhöhen. Um die Gehälter der Vorstände trotzdem maßlos steigern zu können, bedient sich die Bahn eines Tricks, der bisher nur aus der Lebensmittelindustrie bekannt ist: Die Preise bleiben gleich, während der Inhalt weniger wird.
Ein Pressesprecher der Bahn erklärte das neue Konzept wie folgt: „Kopfbahnhöfe werden nun nicht mehr vollständig angefahren, die Züge halten kurz vorher. Den Rest müssen die Passagiere laufen.“
Nach ersten Schätzungen des Unternehmensberaters kann die Bahn dadurch jedes Jahr Millionen von Kilometern einsparen und folglich die Preise für ihre Kunden stabil halten. So können sich Fahrgäste und Topmanager am Ende des Jahres über mehr Geld in ihren Taschen freuen.

 

Bild: Greg Montani

Für Weicheier, die gerne risikoreich spielen, aber russisches Roulette zu hart ist, gibt es nun eine harmlosere Variante:

„Chinesisches Roulette“.

Ein Spielbrett oder gar eine App werden nicht benötigt und jeder zwischen 3 bis 113 Jahren, der schon, oder noch Zähne hat, kann mitmachen. Je nach Anzahl der Mitspieler könnte es jedoch nötig sein, eine Reservierung in einem nahe gelegenen chinesischem Restaurant vorzunehmen. (Alternativ stehen selbstverständlich auch Inder, Thailänder oder Libanese zur Verfügung). Im Restaurant angekommen, bestellen alle Mitspieler, OHNE auf die Karte zu schauen, irgendeine Nummer. Kommt die gewählte Nummer nicht vor, gilt es, solange weiter zu raten, bis eine vorhandene Nummer gefunden wurde. Ziel des Spieles ist es, sein bestelltes Gericht komplett aufzuessen. Wer wegen einer zu scharfen Speise abbrechen muss, hat verloren.

 

Informationen über ein unbekanntes Hightech-Ortungsgerät der Russen sorgte beim amerikanischen Militärgeheimdienst kurzzeitig für Aufregung. Bislang ging die Defense Intelligence Agency davon aus, dass der Kreml sich Spezialgeräte zum frühzeitigen Aufspüren von gegnerischen Kriegsschiffen nicht leisten kann. Ein russischer Wal mit Kamera auf dem Kopf hätte die strategischen Vorteile der US-Marine zu Nichte gemacht, denn mit dem supermodernen Hightechgerät wäre der Kreml in der Lage gewesen, US-Kriegsschiffe viel früher als mit einem handelsüblichen Fernglas zu orten. Die Aufregung im Pentagon legte sich aber schnell wieder, nachdem finnischer Fischer beim Füttern des mutmaßlichen russischen Kriegsgeräts keine Kamera entdecken konnten.

Doch das Rätselraten um das Gerät geht weiter. Da Wale sehr schnell sehr tief tauchen können, vermuten Experten des Weißen Hauses nun, russische Militärs könnte den Apparat dazu nutzen, die Tiefseekabel für den transatlantischen Datenverkehr anzuzapfen. Der russische Geheimdienst könnte sich so ungehindert Zugriff auf das weltweite Internet verschaffen und wäre dann in der Lage, über soziale Netzwerke die Präsidentschaftswahlen in Amerika zu manipulieren. Um das zu verhindern, prüfen die Experten aus Washington den Bau einer weiteren Mauer; dieses Mal an der östlichen Landesgrenze. Der Arbeitstitel lautet „Projekt Firewall“. Für die Kosten des Mauerbaus soll nach Willen des amerikanischen Präsidenten die russische Regierung aufkommen.

Greenpeace hingegen kam zu der Einschätzung, dass es sich bei dem Gerät am Hals des Wales um einen schlichten WLAN-Router handelt. Jedes russische Kreuzfahrtschiff wird dank Satelliteninternet neuerdings von mindestens zwei WLAN-Walen begleitet, damit die Gäste, egal wo sie sich auf den Weltmeeren befinden, sowohl auf der Backbord- als auch auf Steuerbordseite für eine Stunde kostenlos ins Internet können.