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Feminist_Innen dachten, dass nach über 90 Jahren Frauen-Wahlrecht die Gleichberechtigung in einer aufgeklärten Gesellschaft wie Deutschland kein Thema mehr sein sollte. Heute mussten deutsche Frauenrechtler jedoch einen herben Rückschlag hinnehmen. Männliche Sprachwissenschaftler haben einen Weg gefunden, die Frau dem Mann mit Hilfe der deutschen Sprache endlich wieder nachzustellen (Lehrer_Innen, Mitarbeiter_Innen oder Männer_Innen). 
Eine Gleichstellungsbeauftragte des Bundes reagiert empört über den Versuch. Männer ließen sich allzu leicht über Sprache manipulieren und das geschriebene Wort sei schließlich mächtiger als jegliches Gegröle im Fußballverein. Die Gleichstellungsbeauftragte fordert deswegen in ihrem periodisch erscheinenden Blog, „Innen“ in jedem zukünftigen Text vor das Hauptwort zu stellen.
Eine Antwort des Herrenklubs „Frei von Sexismus“ ließ nicht lange auf sich warten. „Innen“ sei eine sprachliche Verkrampfung und verhunze die deutsche Kultur, die Sprache der Dichter und Denker (ohne _Innen!). Außerdem sollten Feminist_Innen ihre monatlichen Krämpfe für sich behalten.