Das Ministerium für Wahrheit hat versehentlich die falsche Panikmache veröffentlicht. Laut Empfehlung des Ministeriums sollen Bürger dieses Jahr nicht so sehr vor Terroristen, sondern viel mehr vor Autos und Verwandten Angst haben. Wie aus der irrtümlich publizierten Statistik hervorgeht, sterben jährlich wesentlich mehr Menschen bei Autounfällen und durch Gewalttaten von Familienangehörigen als durch Terroristen. 

Bisher ist noch ungeklärt, wie es zu der ungewollten Veröffentlichung kam. Experten des Ministeriums vermuten, dass der neue Mitarbeiter Georg O. nicht richtig in die Manipulationsmaschinerie eingelernt wurde. Das Ministerium für Wahrheit ist nun besorgt, dass aus Angst keiner mehr mit seinen Verwandten im Auto zum Weihnachtsmarkt fahren möchte. Für die Autoindustrie und das anstehende Weihnachtsgeschäft könnte sich das zu einer finanziellen Katastrophe entwickeln. Außerdem wird es viel Zeit und Geld kosten, das alte Feindbild wieder aufzubauen.

Der große Bruder versucht indes, beruhigend auf die Bevölkerung einzuwirken, denn im Nachbarland sind 2017 circa 14.000 Menschen an Hitze gestorben, doch Angst vor Hitze hat dortzulande keiner. Nicht mal das Klima.