Crashtest-Dummys der 4. Generation haben die Schnauze voll. Der Automobilclub weigert sich weiterhin, sie fest anzustellen, während Dummys vorheriger Generationen unbefristete Arbeitsverträge haben. Festangestellte Kollegen verdienen somit bis zu 50% mehr, obwohl sie bei der Arbeit meist nur rumsitzen.

Für viele Dummys der 4. Generation wird die Situation immer prekärer. Sie können sich die teuren Mieten in Ballungsgebieten nicht länger leisten und das, obwohl ihre Frauen und Kinder in den meisten Crashtests bereits mitarbeiten. Zusätzlich zu den hohen Mieten werden Dummys mit übertrieben hohen Zuzahlungen für orthopädische Maßnahmen belastet, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden. Für viele Dummy-Familien ist ein gewöhnliches Leben wie mal ins Kino oder in den Zoo gehen, undenkbar.

Auch die Arbeitsbedingungen haben sich für die Crashtester der 4. Generation massiv verschlechtert. Seit letztem Jahr dürfen die Testautos im Sommer nicht mehr klimatisiert und im Winter nicht mehr geheizt werden, da im Stand laufende Motoren unnötig viel CO2 erzeugen. In Folge dessen sind die Dummys, während sie den Fahrzeugen auf ihren Einsatz warten, den extremen Temperaturen der Jahreszeiten schutzlos ausgeliefert. Der Automobilclub rechtfertigt diese Änderung mit dem letztjährig eingeführten Klimawandel. In einer Stellungnahme des Automobilclubs heißt es, der Club wolle für 2035 seine Klimaziele erreichen und den Schadstoffausstoß um 0,09% verringern. Um das zu erreichen, könnten die Tester für eine gesunde Umwelt ruhig ein paar Opfer bringen.

Crashtest-Dummys sind die vergessenen Helden unserer Gesellschaft. Sie tragen wesentlich zur Sicherheit auf deutschen Straßen bei.