Crashtest-Dummys der 4. Generation haben die Schnauze voll. Der Automobilclub weigert sich weiterhin, sie fest anzustellen, währenddessen Dummys vorheriger Generationen unbefristete Arbeitsverträge haben. Somit verdienen festangestellte Kollegen teilweise bis zu 50% mehr, obwohl sie bei der Arbeit nur rumsitzen.
Für viele Dummys der 4. Generation wird die Situation immer prekärer. Sie können sich teure Mieten in Ballungsgebieten nicht leisten, obwohl bereits ihre Frauen und Kinder in den meisten Crashtests mitarbeiten. Zusätzlich zu den hohen Mieten werden Dummys mit teuren Zuzahlungen für orthopädischen Maßnahmen belastet, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden. Für viele Dummy-Familien ist ein gewöhnliches Leben, wie mal ins Kino oder in den Zoo zu gehen, nicht denkbar.
Dazu kommen die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen. In den Sommermonaten müssen die Marionetten des Autoclubs mehrere Stunden in unklimatisierten Autos ausharren, bevor sie gegen die Wand gefahren werden. Dem Automobilclub geht es dabei angeblich nicht so sehr um die Kosten, sondern viel mehr um den Schutz der Umwelt. Klimaanlagen erzeugen besonders bei stehenden Kfz mit laufendem Motor zu viel CO2.
Ein Gewerkschaftsvertreter meint, Crashtest-Dummys seien die wahren Helden unserer Gesellschaft. Sie tragen wesentlich zur Sicherheit auf deutschen Straßen bei. Es wird Zeit, dass sie dementsprechend zu entlohnen.