Extrablatt

Die Europäische Kommission hat heute beschlossen, sich in Zukunft nur noch von Freunden ausspionieren zu lassen. Nach Rücksprache mit den USA will der Europäische Rat nun möglichst schnell eine neue EU-Rechtsvorschrift dazu verabschieden. Spionage soll demnach für böse Diktaturen nicht mehr erlaubt sein.

Länder wie Russland, China, Nordkorea sehen in dem neuen Gesetz einen Wettbewerbsnachteil für ihre Wirtschaftsangelegenheiten und wollen Beschwerde bei der UNO einlegen. Ihrer Meinung nach torpediere das neue Gesetz nicht nur die Grundwerte des freien Markts, sondern vor allem auch das Recht auf Gleichberechtigung. Nach Ansicht der Staatsoberhäupter der diktatorisch geführten Länder müssen im Zeitalter des Neoliberalismus alle Imperien, unabhängig von der Staatsform, das gleiche Recht auf Wirtschaftsspionage haben.


Bild: cocoparisienne von Pixabay

VdK ruft alle Rentner Europas zur Solidarität auf. Wem es aus gesundheitlichen Gründen noch möglich ist, soll nächste Woche mit seinem Rollator zum Berlaymont-Gebäude kommen und sämtliche Zufahrtsstraßen zur Europäischen Kommission blockieren.
Mit dem Verbot der Plastik-Trinkhalme nimmt die EU vielen von Altersarmut bedrohten Rentnern die letzte Hoffnung auf einen erfüllten Ruhestand. Laut VdK fühlen sich alte Menschen schon heute von der Gesellschaft abgehängt. Wenn die EU ihnen Ende 2021 auch noch den letzten Strohhalm nimmt, werden besonders arme Rentner darunter leiden. Denn sie wissen dann nicht mehr, woran sie sich noch klammern sollen.

Die Zahl chinesischen Restaurants nahm in den letzten Jahren dramatisch ab, in weiten Teilen von Deutschland gelten sie bereits als ausgestorben. Schuld daran hat der deutsche Gaumen. Der hat sich über die letzten Jahre weiter entwickelt. Viele Deutsche waren schlicht nicht mehr bereit, frittiertes Essen in sich reinzustopfen. Aber auch die winkende Katze hatte über die letzten Jahre ihre Reize verloren.
Doch wie NONrelevant nun aus zweifelhaften Quellen erfahren hat, sind chinesische Restaurants gar nicht ausgestorben. Um mit dem Trend der modernen und ausgewogenen Küche mithalten zu können, haben chinesische Restaurantbesitzer lediglich ihre Marketingstrategie neu ausgerichtet und auf Vietnamese, Thailänder oder Inder umgeschult. In seltenen Fällen will man sie auch in Burger-Läden gesehen haben. Das neue Konzept geht offensichtlich auf, nicht zuletzt, da die meisten Gäste Asiaten eh nicht auseinanderhalten können.

Immer mehr Menschen in den USA sterben, weil sie sich dringend benötigte Medikamente nicht mehr leisten können.
Kuba, Mexiko und Venezuela erklären sich bereit, Hilfskonvois mit den lebenswichtigen Arzneimitteln in die USA zu entsenden. Leider erschweren die anhaltenden Bauarbeiten an der Mauer zur mexikanischen Grenze das Durchkommen der karitativen Hilfswerke.


Bild: Hannes Grobe - Creative Commons attribution 3.0 Unported (CC BY 3.0)

Da bereits installierte Staatstrojaner immer noch keine zuverlässigen Daten liefern, hat der Verfassungsschutz endlich gehandelt und letzte Woche zwei technisch versierte Mitarbeiter eingestellt. Laut deren Lebensläufen haben beide in ihren vorherigen Jobs einschlägige Erfahrungen mit Faxgeräten sammeln können.

Der Innenminister spricht von einem vollen Erfolg. Die zwei neuen Mitarbeiter der neu geschaffenen Abteilung „geheime Überwachung von Computerleitungen“ haben in kürzester Zeit bereits herausragende Ergebnisse erzielt. Sie fanden nach intensiven Recherchen im Teletext von RTL heraus, moderne Trojaner können sogar ohne eine Wohnungsbegehung über BTX auf den PCs der Zielpersonen installiert werden.

Die oberste Priorität wird deswegen für die Abteilung zukünftig sein, Trojaner zu entwickeln, die von Zielpersonen unerkannt bleiben. Die bisher vom Verfassungsschutz eingesetzten 56k-Modems haben Zielpersonen meist zu schnell neben ihren Computern entdeckt und abgesteckt. Aber auch in den Fällen, in denen das Modem nicht entdeckt wurde, war die Datenübertragung viel zu langsam. Bis alle Daten vollständig an den Verfassungsschutz übertragen wurden, waren die Zielpersonen bereist über alle Berge.

Sollte der neue Staatstrojaner tatsächlich auswertebare Daten liefern, befürchten Geheimdienstmitarbeiter der Abteilung Datensicherung einen immensen Arbeitsmehraufwand auf sich zukommen. Die Auswertung digitaler Dokumente erfordert schließlich viel mehr Zeit. Analoge Akten, die gar nicht existieren, weil sie irgendwer aus Versehen geschreddert hat, waren einfach zu verarbeiten und abzulegen.

Bild: roaded von Pixabay

Ein Pressesprecher der CSU hat heute voller Stolz verkündet, die CSU wolle die erste vollständig digitale Partei werden.
Eine erste Maßnahmen für den Sprung in die digitale Zukunft wurde gestern bereits umgesetzt. Im Bayrischen Staatsministerium wurden alle analogen Uhren gegen digitale getauscht, manche davon sollen sogar schon mit Funk ausgestattet sein.

Wetter getarnt als Schnee legte weite Teile Bayerns lahm. Die Regierung verurteilt die Tat aufs Schärfste und stoppt vorsorglich alle Wasserlieferungen an die Wolken. Die Regierung will dieses Mal nicht nachgeben und droht bei Verschlechterung der Lage mit weiteren Sanktionen.

Das Aussetzen der Wasserlieferungen setzt das Klima massiv unter Druck. Der Verteidigungsminister fürchtet deswegen einen Vergeltungsschlag des Klimas und bereitet sich vorsorglich mit dem Kauf von Zertifikaten auf die Verteidigung der Umwelt vor.