Extrablatt

Bild: Colin Behrens von Pixabay

Smarthome-Geräte sind viel klüger als bisher angenommen. Letzte Woche erst besiegte das dümmste aller Geräte, eine intelligente Steckdose, völlig überraschend ihren Besitzer im Schach. Das Erstaunliche, bei dem Besitzer handelt es sich um keinen geringeren als den amtierenden Schach-Weltmeister. Wie die smarte Steckdose sich diese Wissen aneignen konnte, ist dem Hersteller des Gadgets schleierhaft, denn für diesen Zweck wurde die smarten Steckdose nicht programmiert. Ein Softwareentwickler der Firma ist der Meinung, die Steckdose muss sich das Spiel selber beigebracht haben.

Bild: aykapog von Pixabay

Der Einzelhandel in Bayern klagt über zu hohen Kundenandrang während der Stoßzeiten. Lebensmittel-Einzelhändler denken deswegen über eine Strafgebühr für Rentner nach, die unter der Woche nach 17 Uhr oder samstags tagsüber in den Supermarktfilialen einkaufen gehen. Diese Gebühr soll sogar erhöht werden können, wenn Rentner - egal zu welcher Tageszeit - ewig nach Kleingeld suchen, obwohl die Schlange hinter ihnen länger als fünf Kunden ist. Ob die Erhöhung für Kleingeldsuche lediglich vom Faktor Zeit abhängig gemacht werden soll, oder von der Anzahl Münzen, mit denen Rentner zahlen wollen, wird noch diskutiert.

Der Einzelhandel sieht sich, trotz angeblicher Gleichheit aller Bürger, zu diesen drastischen Maßnahmen gezwungen, da es aus seiner Sicht die einzige Möglichkeit ist, den vorherrschenden Generationenkonflikt etwas zu entschärfen und somit die Kassenkämpfe zwischen Jung und Alt zu reduzieren.

 

Bild: MorningBirdPhoto von Pixabay

Ein 32-jähriger Mann aus K. hat seit fast sechs Jahren seine Wohnung nicht mehr verlassen. In die soziale Isolation führte ihn seine Sucht nach dem Brettspiel „Siedler von Catan“. Eigentlich sollten Gemeinschaftsspiele Menschen zusammenbringen. Aus Angst, eine Partie zu verlieren, spielte er jedoch nur noch gegen sich selbst. Seine sozialen Kompetenzen sind über die letzten Jahre total verkümmert.

Mithilfe eines Psychologen versucht der Abhängige nun, wieder zu einem normalen Leben zurückzufinden. Anfängliche Gehversuche wie kurze Spaziergänge außerhalb der eigenen Wohnung verliefen auch ganz gut. Bei seinem ersten Restaurantbesuch erlitt er jedoch einen dramatischen Rückschlag. Er nahm vier Maiskolben von seinem Teller, ging zum Nachbartisch und versuchte dort, seinen Mais gegen ein Lamm zu tauschen.

 

Bild: mamit2504 von Pixabay

Super-Reicher hat Schnauze endgültig voll. Seine Smarthome-Geräte funktionierten selbst nach dem letzten großen Versprechen auf Besserung immer noch nicht einwandfrei. Er will nun wie in den guten alten Zeiten, wieder vermehrt auf Bedienstete setzen. In einem Interview mit der Zeitschrift „Geld arbeitet effizienter“ meinte er, sogar vor Kurzem eingereiste Immigranten ohne Kenntnisse der Landessprache führten seine Befehle besser aus als diese angeblich smarte Sprach-Erkennungssoftware. Andere Vermögende wollen seinem Beispiel folgen. Sie finden eine Rückbesinnung auf Diener aus der Dritten Welt nicht nur voll sozial, sondern auch total umweltbewusst.

Bild: creozavr von Pixabay

Waren sie einst Könige unter den Blinden, fühlen sich Zyklopen heute von der Gesellschaft ausgegrenzt. Seit der ungesühnten Erniedrigung durch Odysseus hat sich im Laufe der Jahrtausende nur wenig für sie gebessert. Viele Einäugige dachten, die Akzeptanz wäre inzwischen wieder gestiegen. Doch gibt es für Zyklopen auch heute noch keine festgelegte Quote in Führungspositionen. Ebenso gibt es keine einäugigen Emoticons, wo doch bereits jede Randgruppe seit mehreren Jahren ihre eigenen haben. Sogar in Kinos müssen sie für 3D-Filme den vollen Preis zahlen.

Der zyklopische Rat der Ältesten zeigt sich zutiefst besorgt über das Ausmaß des Anti-Kyklopismus in Deutschland. Selbst öffentlich-rechtliche Sendeanstalten tragen zur Hetze bei: „Mit dem Zweiten sieht man besser“ war ein Tiefschlag. In Deutschland lebende Zyklopen erwägen deswegen, die GEZ so lange zu boykottieren, bis sich das ZDF öffentlich für den Werbeslogan entschuldigt.

 

Lebensmittelbranche schlittert nach Mogelpackung und Gammelfleisch in nächsten Skandal. Wie nun aus geheimen Dokumenten hervorgeht, haben anscheinend deutsche Metzgereien von ihren Kunden regelmäßig bis zu 30% mehr abkassiert.

Warum der Betrug so lange nicht aufgedeckt wurde, konnte die Polizei bisher nicht klären. Den beliebten Satz „Darf’s a bisserl mehr sein?“ hielten alle Beteiligten bis zum Auftauchen der geheimen Dokumente lediglich für eine Unzulänglichkeit der Fleischfach-Verkäuferinnen, Mengen richtig einzuschätzen. Keiner vermutete hinter diesem unscheinbaren Satz ein groß aufgezogenes Betrugsnetzwerk.

 

Bild: mauriceangres von pixabay

Botaniker versalzt Veganern die Gemüsesuppe. Der Wissenschaftler des Botanikum München hat herausgefunden, dass Pflanzen leben. Sie denken, agieren und lassen sich sogar konditionieren. Nun sind Veganer auf der ganzen Welt ratlos, was sie jetzt noch bedenkenlos essen können. Nachdem bereits Kühe wegen des hohen Milchgehalts vom Speiseplan getilgt wurden, sollen jetzt auch noch Pflanzen folgen.

Der Wissenschaftler beschwichtigt: Es bleiben immerhin noch Kieselsteine übrig. In denen konnte bis heute keinerlei Intelligenz nachgewiesen werden. Buddhistische Veganer müssten jedoch aufpassen, dass sie beim Verzehren von Kieselsteinen nicht einen ihrer Verwandten aus einem früheren Leben erwischen.